Ausverkauft: Buntspecht + Felix Kramer live im Radiokulturhaus @ ORF RadioKulturhaus, Vienna [15. März]

Ausverkauft: Buntspecht + Felix Kramer live im Radiokulturhaus


701
15.
März
19:00 - 23:59

 Facebook-Veranstaltungen
ORF RadioKulturhaus
Argentinierstraße 30 a, 1040 Wien
Mit einem Vorwort von Walter Gröbchen:

Tretet ein und staunet! Hinter dem bewusst unglamourösen, eventuell sogar offensiv uncoolen Bandnamen Buntspecht verbergen sich Florentin Scheicher (Melodica), Florian Röthel (Percussion), Jakob Lang (Kontrabass), Lukas Chytka (Cello), Lukas Klein (Stimme, Gitarre) sowie Roman Geßler (Saxophon). Spöttisch und verträumt, beschwingt und brachial sind die Töne und Texte dieses Kollektivs. Gypsy Swing und Bossa Nova, Wienerlied und Seventies-Folk klingen in den Kompositionen durch.
Die Gesamtheit der Einflüsse, Absichten und handwerklichen Fähigkeiten verbindet sich zu Liedern mit einer eigenen Handschrift – und mit einer besonderen Kraft. „Die Tiefe des Stillen, der Rausch des Wilden, die Leichtigkeit des Naiven und die Schwere der Saudade kommen hier zusammen“, textet die Plattenfirma. Fakt ist: die sechs Buntspechte erreichen damit weitaus mehr als nur das Ohr.

Zweifellos zählt die blutjunge Band aus Wien zu den erfrischendsten und spannendsten Entdeckungen des Vorjahres. Bei ihren ausnahmslos ausverkauften Konzerten drängen sich stets noch dutzende Fans vor der Eingangstüre, um sich wenigstens noch vom Ton ohne Bild infizieren zu lassen. Die greifbare Energie ihrer Shows lässt niemanden länger als ein paar Sekunden stillstehen. Diese anarchisch- anarchistische, ungestüme und dabei immer positive Kraft des Buntspecht-Sounds hat das Sextett in die Aufnahme ihres Debutalbums „großteils Kleinigkeiten“ (in einer Schrebergartenhütte!) fließen lassen – im Radiokulturhaus gilt es zu überprüfen, was hinter der Aufregung steckt. Und wohin die Reise geht. Es gibt wohl keinen spannenderen Moment, das zu tun, als ganz am Anfang.

Das gilt auch für den zweiten Act dieses speziellen Abends (den wir vorsichtig auch zu einer – nicht extra als solche etikettierten – „Label Night“ erklären wollen, steckt doch hinter beiden Attraktionen als Label und Management die frisch aus der Taufe gehobene Marke „Phat Penguin“ der erfahrenen Musikmanager Benjamin Brüst und Hannes Eder): Felix Kramer. Er ist „Special Guest“ von Buntspecht. Und ebenso in aller Munde – auch er gilt als einer der Hoffungsträger der nächsten Pop-Generation.

Aber ist es überhaupt Pop, was Felix Kramer macht? Hier wirken Entschleunigung und Ruhe statt Hysterie und Aufregung, es dominiert Minimalismus in der Instrumentierung als Gegenkonzept zu aufgeblasenen Hitradio-Arrangements. In Verbindung mit Wienerisch eingefärbten Texten entsteht dadurch ein eigenwilliger
Sog, der mitreißt. Man wird zum Beobachter. Und ehe man sich versieht, ist man schon mitten drin – in der intensiven Phantasiewelt des talentierten Herrn Kramer.

Geboren und aufgewachsen im 16. Wiener Gemeindebezirk, hat er eben seine Ausbildung an der MUK in den Fächern Konzertgitarre (bei Michael Langer) und Kompositionslehre abgeschlossen. Und das mit 22 Jahren! Als „Klassikaner“ hat Felix Kramer in den letzten Jahren bei zahlreichen internationalen Auftritten Erfahrung sammeln können, sein Ausnahmetalent wurde durch zahlreiche Preise bei internationalen Wettbewerben gewürdigt. Er ist aber nicht nur ein begnadeter Gitarrist, der in diversen klassischen Orchestern mitwirkt, sondern vor allem ein wunderbarer Geschichtenerzähler. Was einst als Ausgleich zu seiner Klassik-Karriere begonnen hat, ist nun ins Zentrum seines künstlerischen Interesses getreten.

Felix Kramer erzählt Stories, Beobachtungen, Romane in Drei-Minuten-Form;er schreibt, spielt, singt sie bislang immer alleine. Dabeiist er kein klassischer Liedermacher, kein Austropopper – schon eher ein Chansonnier, der mit seinen tiefschwarzen, lakonischen und dabei schräg-humorvollen Texten an die Blütezeiten von Georg Kreisler und Helmut Qualtinger erinnert. Das agogische klassische Gitarrenspiel des Künstlers stellt eine Einzigartigkeit im aktuellen Popgeschehen dar: die Rhythmik der Texte folgt der Rhythmik der Gitarre und umgekehrt. Mit seinen Solo-Auftritten hat er sich in Wien bereits eine treue Fan-Runde erspielt, jetzt ist die Zeit für den nächsten Schritt: es stossen Mitmusiker hinzu. Live und im Studio. Mit seinem Produzenten Hanibal Scheutz (5/8erl in Ehr’n) arbeitet Felix Kramer derzeit an seinem Debutalbum, das 2018 veröffentlicht wird. „Es woa nix“, der Titel der ersten Single, sollte dabei nicht als Prophezeihung verstanden werden – ganz im Gegenteil. Da kommt etwas auf uns zu.
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