Eine Welt zu gewinnen @ Gudrunstraße 135, 1100 Wien (neben dem EKH), Wien [vom 3. bis 4. November]

Eine Welt zu gewinnen


376
3. - 4.
November
18:00 - 23:59

 Facebook-Veranstaltungen
Gudrunstraße 135, 1100 Wien (neben dem EKH)
— Ein Event voller Diskussionen über Widerstand und Solidarität in unsicheren Zeiten.

— Veranstaltungen in verschiedenen Städten.

— AktivistInnen aus unterschiedlichen Bewegungen und internationale Gäste.

Hinkommen | Mitdiskutieren | Aktiv werden!

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2017. Eine Welt am Abgrund. Eine Handvoll Menschen besitzt mehr als die Hälfte der Weltbevölkerung, während Zehntausende täglich an Hunger, Durst oder heilbaren Krankheiten sterben. Millionen Menschen fliehen vor Krieg und Terror, während jedes Jahr 1,5 Billionen Euro für Aufrüstung ausgegeben wird. Diktatoren haben Aufwind und ein durchgeknallter Multimillionär sitzt im Weißen Haus. Die Klimakatastrophe rollt an, ohne dass irgendetwas dagegen unternommen wird. Jederzeit kann ein kleiner Schock die Weltwirtschaft wieder einbrechen lassen.

Die ruhigen Zeiten sind endgültig vorbei. Die Realität widerlegt all die klugen Prognosen der so genannten ExpertInnen, die uns seit Jahren ein Ende der Krise prophezeien. Die Wahrheit ist vielmehr: Der Ausnahmezustand ist zur Normalität geworden. Die Krise hat erst angefangen. Wer kann schon sagen, wie die Welt in 5 Jahren aussieht?

Die herrschenden Eliten haben versagt. Nicht einmal in den reichsten Ländern der Welt können sie uns Stabilität, geschweige denn Verbesserungen unseres Lebens garantieren. Im Gegenteil: Um ihr kaputtes System, den Kapitalismus, zu retten, zerstören sie soziale Standards durch Kürzungspolitik und verdammen Massen zur Arbeitslosigkeit. Sie haben uns nichts zu bieten.

Nicht nur in Österreich kriechen Rechtsextreme aus ihren Löchern. Sie geben jenen die Schuld an den heutigen Zuständen, die am meisten unter ihnen leiden: Flüchtlinge. Arbeitslose. Sie präsentieren sich als Opposition zum Establishment – doch sie treten nur nach unten und halten damit den Herrschenden den Rücken frei.

1917, vor 100 Jahren, sah es ähnlich düster aus. Millionen wurden im 1. Weltkrieg unter dem Donner nationalistischer Parolen für die Profite imperialistischer Mächte getötet. Doch in Russland stürzten die Ausgebeuteten ihre Herrscher. Sie errichteten demokratische Strukturen, Räte, mit denen sie die Gesellschaft neu von unten organisierten. Sie wollten nicht mehr für die Profite einiger Weniger produzieren, sondern für die Bedürfnisse der Menschen. Sie wollten sich nicht mehr wie Schachfiguren abschlachten lassen, sondern internationale Solidarität und Frieden.

Die russische Revolution war ein Leuchtfeuer der Hoffnung. Sie beendete den Krieg und inspirierte revolutionäre Aufstände auf der ganzen Welt. Doch sie scheiterten. Die Revolution wurde isoliert und angegriffen – die stalinistischen Diktaturen waren die Folge. Zahlreiche SozialistInnen kämpften jedoch weiter gegen Kapitalismus und Stalinismus. Ihre Theorien und die Erfahrungen der revolutionären Ereignisse sind heute aktueller denn je.

Denn auch heute gibt es Hoffnung. Überall leisten Menschen Widerstand gegen Ausbeutung und Unterdrückung. Die Anzahl an Protesten, Streiks und Massenbewegungen steigt weltweit an. 2016 sahen wir den größten Streik der Menschheitsgeschichte in Indien. Trumps Amtsantritt löste die größten Demonstrationen der Geschichte der USA aus.

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Mit AktivistInnen aus verschiedenen Bereichen – von kämpferischen GewerkschafterInnen bis zu FlüchtlingsaktivistInnen – und mit internationalen Gästen diskutieren wir bei unserer Veranstaltungsreihe, wie wir heute gegen den Wahnsinn des Kapitalismus kämpfen können, und welche Lehren wir aus der Vergangenheit ziehen können. Denn damals wie heute haben wir nichts zu verlieren als unserer Ketten – aber eine Welt zu gewinnen.

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Programm:

Freitag:

19:00

Podium: H. Dahmer // J. Spear: Die Bedeutung der Russischen Revolution

Samstag:

Workshops:

10:00

* 10 Tage, die die Welt erschütterten: Der Oktober 1917
* USA – Nordkorea — China: Vom Wirtschafts- zum Weltkrieg?
* Von der Willkommenskultur zu Obergrenzen: Wie konnte das passieren?

13:30

* Aus dem Schatten der Geschichte: Frauen und LGBTQI-Befreiung im revolutionären Russland
* Soziales Pulverfass Balkan: Klassenkämpfe in Ex-Jugoslawien
* Industrie 4.0 und Automatisierung: Erobern Roboter die Welt?

15:30

* Wer kämpfte gegen den Stalinismus? Die Geschichte der Linken Opposition
* Kataloniens Kampf um Selbstbestimmung: Zerbrechen nun Spanien & EU?
* Mit den Herrschenden Russisch reden: Der Jännerstreik in Österreich 1918

18:00

Podiumsdiskussion: Nach der Wahl: Wie Widerstand gegen die neue Regierung aufbauen?

20:00

Lesung: Andreas Pittler: 1918/1927/1934 — Eine österreichische Tragödie

ab 21:30

Revolutionäre Party: Live: Holger Burner // Kid Pex // Disorder
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